Was UGC-Videos sind
UGC steht für User Generated Content. Gemeint sind Inhalte, die aussehen, als hätte sie eine ganz normale Person mit dem Handy aufgenommen: eine Frau, die im Auto von ihrem neuen Lieblingsprodukt erzählt, ein Mann, der in der Küche zeigt, wie er sein Pulver anrührt, oder eine Mutter, die vom morgendlichen Chaos mit den Kindern berichtet.
In der Werbung wird dieser Stil gezielt eingesetzt. Die meisten UGC-Ads stammen heute nicht von zufälligen Kunden, sondern von bezahlten Creatorn oder entstehen mit KI. Was zählt, ist die Wirkung: Das Video fühlt sich an wie eine Empfehlung und nicht wie eine Anzeige.
Warum UGC in Ads so gut funktioniert
- Es fällt nicht als Werbung auf. Im Feed zwischen Freunden, Rezepten und Memes wirkt ein Hochglanz-Spot wie ein Fremdkörper. Ein Handy-Video passt dazu.
- Menschen vertrauen Menschen. Eine Person, die ein Problem beschreibt, das man selbst kennt, baut schneller Vertrauen auf als jede Produktfotografie.
- Es ist günstig zu variieren. Ein Skript mit drei unterschiedlichen Hooks ergibt drei Ads, die du gegeneinander testen kannst.
Die wichtigsten UGC-Formate mit Beispielen
Problem und Lösung
Die Person beschreibt ein Problem, das deine Zielgruppe kennt, und zeigt, wie dein Produkt hilft. Beispiel-Hook: „Ich dachte drei Jahre lang, ein Blähbauch nach dem Mittagessen sei einfach normal.“
Testimonial
Eine zufriedene Nutzerin erzählt, was sich verändert hat. Glaubwürdig wird es durch Details: wann, wie lange, was genau anders ist.
Unboxing und erster Eindruck
Die Person öffnet das Paket und reagiert auf Verpackung, Geruch, Konsistenz. Stark für Produkte, bei denen Haptik und Qualität verkaufen.
Routine
Das Produkt wird in einen Alltag eingebettet: Morgenroutine, Feierabend, Training. Die Zuschauerin sieht sich selbst in der Szene.
Einwand entkräften
Die Person greift einen typischen Zweifel auf, etwa „Ist das nicht nur teurer Kaffee?“, und beantwortet ihn. Solche Videos funktionieren besonders bei Menschen, die schon überlegen zu kaufen.
Wir gegen andere
Die Person vergleicht dein Produkt mit der üblichen Lösung, ohne Wettbewerber beim Namen zu nennen. Das schafft Klarheit, warum sich der Wechsel lohnt.
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So ist ein gutes UGC-Video aufgebaut
- Hook (0 bis 3 Sekunden): ein Satz oder Bild, das sofort den Scroll stoppt. Mehr dazu in unseren Hook-Ideen für Video-Ads.
- Problem: konkret und in der Sprache deiner Kundinnen, nicht in Marketing-Sprache.
- Lösung: was das Produkt ist und warum es anders funktioniert.
- Beweis: Inhaltsstoffe, Bewertungen, Zahlen oder eine kurze Demo.
- Handlungsaufforderung: was als Nächstes zu tun ist, zum Beispiel ein Angebot testen.
Achte darauf, dass das Video im Hochformat 9:16 gedreht ist und wichtige Texte nicht in Bereichen liegen, die von Profilbild, Buttons oder Caption verdeckt werden. Die genauen Maße findest du in Meta Ads: Formate, Größen und Safe Zones.
UGC-Videos erstellen: drei Wege
| Weg | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Selbst drehen | Günstig, authentisch | Zeitaufwand, immer dasselbe Gesicht |
| Creator beauftragen | Echte Menschen, viele Gesichter | Kosten pro Video, Versand, Wartezeit, Abstimmung |
| KI-Creator | Schnell, viele Varianten, kein Versand | Braucht strenge Prüfung auf Realismus und klare Kennzeichnung |
Viele Brands kombinieren heute die Wege: echte Creator für die wichtigsten Testimonials, KI-Creator für schnelle Varianten und neue Angles. Wie das mit KI funktioniert und worauf du achten musst, steht in KI-UGC-Videos und KI-Creator.
Die häufigsten Fehler
- Der Hook kommt erst nach fünf Sekunden, weil die Person sich zuerst vorstellt.
- Das Skript klingt wie ein Werbetext, nicht wie eine echte Person.
- Es gibt nur eine Version, obwohl drei Hooks dieselbe Produktion fast nichts mehr kosten.
- Gesundheitsbezogene Aussagen werden gemacht, die nicht zugelassen sind.
Häufige Fragen
Was bedeutet UGC?
UGC steht für User Generated Content, also Inhalte, die aussehen, als hätten echte Nutzer sie erstellt. In der Werbung meint man damit Videos, in denen eine Person ein Produkt im Stil eines normalen Social-Media-Posts zeigt und bewertet.
Sind UGC-Videos echte Kundenmeinungen?
Nicht unbedingt. Viele UGC-Ads werden von bezahlten Creatorn oder mit KI erstellt. Wichtig ist, dass du sie nicht als echte, unabhängige Kundenbewertungen ausgibst, wenn sie das nicht sind.
Wie lang sollte ein UGC-Video sein?
Für Ads funktionieren meist 15 bis 45 Sekunden gut. Entscheidend sind die ersten zwei bis drei Sekunden: Wenn der Hook nicht sitzt, schaut niemand weiter.
