Was einen guten Hook ausmacht
Ein guter Hook ist konkret, spricht die Zielgruppe direkt an und öffnet eine Frage, die man beantwortet haben will. „Unser neues Magnesium ist da“ ist eine Nachricht. „Es ist 3:12 Uhr, du bist todmüde, und trotzdem geht dein Kopf noch einmal die ganze To-do-Liste durch?“ ist ein Hook, weil sich jemand darin wiedererkennt.
Wichtig: Ein Hook besteht nicht nur aus dem Satz. Das erste Bild, die erste Bewegung und der Text im Bild gehören dazu. Eine Hand, die eine Dose auf den Tisch knallt, kann mehr leisten als der beste Satz.
30 Hook-Vorlagen nach Typ
Ersetze die Platzhalter durch die Situation deiner Kundinnen. Die Beispiele zeigen, wie das für eine fiktive Brand klingt.
Wiedererkennung
- „Wenn du auch jeden Nachmittag um drei gegen eine Wand läufst, hör kurz zu.“
- „Kennst du das, wenn [Situation], obwohl du alles richtig machst?“
- „Das hier ist für alle, die [Problem] und schon alles ausprobiert haben.“
- „Es ist [Uhrzeit], und du [typischer Moment des Problems]?“
- „Ich dachte jahrelang, [Problem] sei einfach normal.“
Neugier
- „Eine einzige Frage hat meine Morgenroutine komplett verändert.“
- „Niemand redet darüber, warum [verbreitete Lösung] bei vielen nicht funktioniert.“
- „Ich habe [Zeitraum] lang [Lösung] getestet, und das Ergebnis hat mich überrascht.“
- „Der Grund, warum dein [Produktkategorie] nicht wirkt, steht auf der Rückseite.“
- „Das ist die eine Sache, die ich vor [Ereignis] gerne gewusst hätte.“
Einwand aufgreifen
- „Ist das nicht nur teurer [Vergleich]?“
- „Ich war mir sicher, dass das wieder so ein Hype ist.“
- „Warum ich für [Produkt] mehr bezahle als für die Drogerie-Variante.“
- „[Preis] am Tag, und ja, ich habe nachgerechnet.“
- „Die drei Fragen, die mir zu [Produkt] am häufigsten gestellt werden.“
Vergleich und Kontrast
- „Links meine alte Routine, rechts meine neue.“
- „So sieht mein Morgen ohne [Produkt] aus, und so mit.“
- „Was der Unterschied zwischen [gängige Lösung] und [Produkt] wirklich ist.“
- „Nicht jedes [Produktkategorie] ist gleich, und hier ist der Grund.“
- „Ich habe drei [Produkte] nebeneinander getestet.“
Story
- „Vor einem Jahr hätte ich dieses Video niemals aufgenommen.“
- „Mein Partner hat mich gefragt, was mit mir los ist, im guten Sinne.“
- „Ich zeige euch, was ich an einem ganz normalen Dienstag mache.“
- „Das hat mir meine Schwester geschickt, und ich war skeptisch.“
- „Ich hatte drei Jahre lang [Problem], also habe ich angefangen zu recherchieren.“
Direkt und visuell
- Produkt landet hörbar auf dem Tisch, Text: „Das ersetzt drei Dinge in meinem Bad.“
- Nahaufnahme der Textur, Text: „So sieht es aus, wenn nichts Unnötiges drin ist.“
- Person hält das Handy ganz nah, flüstert: „Okay, ich muss euch was zeigen.“
- Split Screen vorher und nachher einer Routine, ohne Gesundheitsversprechen.
- Text im Bild: „Wenn du das liest, ist das dein Zeichen, [Handlung].“
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Hooks, die du vermeiden solltest
- Begrüßung statt Hook: „Hi, ich bin Lisa und heute zeige ich euch …“ kostet die wichtigsten Sekunden.
- Logo zuerst: Niemand bleibt für ein Logo stehen.
- Gesundheitsversprechen: „Dieses Mittel heilt deinen Darm“ verstößt gegen Werberecht. Siehe Health-Claims-Verordnung einfach erklärt.
- Clickbait ohne Einlösung: Wenn der Rest des Videos nicht hält, was der Hook verspricht, steigt die Absprungrate, und die Kosten auch.
- Abgehackte Stakkato-Sätze: Drei Wortfetzen hintereinander klingen nach Werbung. Ganze Sätze klingen nach Mensch.
So testest du Hooks richtig
- Nimm einen Videokörper, der funktioniert oder funktionieren soll.
- Schreibe drei Hooks aus unterschiedlichen Typen, etwa Wiedererkennung, Einwand und Story.
- Teste sie mit gleichem Budget gegeneinander.
- Vergleiche zuerst die Hook-Rate (wie viele schauen die ersten Sekunden), dann die Kosten pro Kauf.
- Baue vom Gewinner neue Varianten, statt ihn laufen zu lassen, bis er müde ist. Mehr dazu in Creative Fatigue erkennen.
Bei AVVEN bekommt jedes Video drei Hooks, und du gibst Skript und Hooks frei, bevor produziert wird.
Häufige Fragen
Was ist ein Hook?
Der Einstieg einer Ad, meist die ersten ein bis drei Sekunden. Er besteht aus dem ersten Satz, dem ersten Bild und oft einem Text im Bild. Seine einzige Aufgabe ist, dass jemand weiterschaut.
Wie viele Hooks sollte ich pro Video testen?
Mindestens drei. Derselbe Videokörper mit drei unterschiedlichen Einstiegen ergibt drei Ads, und oft entscheidet allein der Hook, ob ein Video gewinnt.
Darf ein Hook übertreiben?
Er darf zuspitzen, aber nichts versprechen, was das Produkt nicht hält. Übertriebene Hooks bringen Klicks, aber keine Käufe, und bei Gesundheitsprodukten verstoßen sie schnell gegen die Health-Claims-Verordnung.
